Insurance Europe, der europäische Dachverband der Interessensvertretungen der Versicherungswirtschaft, legte im Herbst 2025 den European Pension Survey neu auf. In der vierten Ausgabe der europaweiten Studie wurden 12 Länder untersucht, darunter auch Österreich.

Während der Druck auf die staatlichen Pensionssysteme zunimmt, erkennen immer mehr Menschen in Europa die Notwendigkeit, selbst vorzusorgen. Doch es gibt noch Potenzial, denn derzeit haben vier von zehn Europäerinnen oder Europäern keine private Altersvorsorge. Dabei zeigt sich ein Gender-Gap: So hat fast jede zweite Frau keine Vorsorge (46%), aber nur jeder dritte Mann (36%). Die individuelle Beratung spielt beim Abschluss einer privaten Altersvorsorge eine große Rolle, während allgemeine Informationskampagnen weniger wahrgenommen werden. Bei der Produktwahl sind Sicherheit und ein verlässlicher Anbieter europaweit die wichtigsten Kriterien.

Das zählt in Österreich

Die Studienergebnisse zeigen in weiten Teilen eine Homogenität quer durch Europa und auch in Österreich. Es gibt allerdings Aspekte, die den Österreicherinnen und Österreichern besonders wichtig sind.

Sicherheit bei einem Altersvorsorgeprodukt: Für mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher ist dies das wichtigste Argument überhaupt (51% ggü. 45% in Europa). Auch die Solidität des Anbieters ist für 41% von großer Bedeutung (ggü. 28% im europ. Vergleich).

Beratung: Persönliche Beratung hat in Österreich einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert – mit 72% ist das individuelle Gespräch den Österreicherinnen und Österreichern noch wichtiger, als im europäischen Vergleich (68%).

Risikoabsicherung: 35% der österreichischen Bevölkerung wären bereit, für Schutz vor Berufsunfähigkeit zu zahlen (ggü. 30% in Europa).

Weitere Informationen und Link zur Studie gibt’s hier.