Finanzielle Entscheidungen zu treffen ist Teil eines selbstbestimmten Lebens. Doch viele Menschen fühlen sich bei Versicherungen überfordert und empfinden Verträge als komplex. Aktuelle Studien zeigen Wissenslücken und einen klaren Wunsch nach mehr Finanzbildung. Um die Finanz- und Risikokompetenz zu stärken, unterstützt der VVO mit praxisnahen Angeboten und Kooperationen mit Bildungseinrichtungen.

Wie funktionieren Versicherungen? Welche Risiken sind durch bestehende Verträge tatsächlich gedeckt? Und wie lässt sich der eigene Versicherungsbedarf richtig einschätzen? Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass bei diesen Fragen Unsicherheiten bestehen.

Eine qualitative Studie des Kompetenzzentrums für Finanzbildung der Wirtschaftsuniversität Wien unter der Projektleitung von Univ.-Prof. Bettina Fuhrmann in Kooperation mit dem VVO, zeigt: Ein Großteil der Befragten schätzt das eigene Versicherungswissen als unzureichend ein und nimmt Versicherungsverträge als komplex und schwer verständlich wahr. Nur einzelne Befragte geben an, genau zu wissen, welche Risiken durch ihre bestehenden Versicherungen gedeckt beziehungsweise ausgeschlossen sind.

Mehr Finanzbildung gewünscht

Unterstrichen werden die Erkenntnisse durch eine quantitative Studie von Triple M. Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf bei der Finanzbildung. 86 Prozent sprechen sich dafür aus, Finanzbildung verstärkt in der Schule zu vermitteln. 79 Prozent erwarten auch von Versicherungsunternehmen einen Beitrag zur Finanzbildung. Gleichzeitig können lediglich 15 Prozent der Befragten das solidarische Versicherungsprinzip spontan korrekt beschreiben.

Auch die qualitative Studie macht deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Vermittlung ist: Nahezu alle Interviewten berichten, dass Risiken und Versicherungen in ihrer Schulbildung nicht thematisiert wurden. Fast alle halten entsprechende Grundkenntnisse in der Schule für sinnvoll.

Finanzbildung als langfristiges Anliegen des VVO

Der VVO unterstützt Finanzbildung bereits seit vielen Jahren und setzt dabei auf unterschiedliche, möglichst praxisnahe Zugänge. Dazu zählen Kooperationen mit Bildungsinstitutionen und die Zusammenarbeit mit Lehrkräften ebenso wie konkrete Bildungs- und Informationsangebote. Mit dem Brettspiel „Less Risk More Fun“, einer praxisnahen Präsentation für den Schulunterricht, dem umfassenden Glossar „Wissenswertes“ im VVO-Newsroom sowie dem Instagram-Kanal „how2versichern“ werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen und Versicherungswissen verständlich vermittelt.

Die Studienergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit von Finanzbildung und Risikobildung. Wer Risiken einschätzen, Versicherungen verstehen und Informationen richtig einordnen kann, verfügt über eine bessere Grundlage, um eigenständige und informierte Entscheidungen für die persönliche Absicherung zu treffen.

Weitere Informationen: Presseinformation vom 05. November 2026 <Link>.