Ist unser Pensionssystem fit für die Zukunft? Eine Frage, die man sich angesichts der aktuellen Diskussionen immer öfter stellen muss.

Während in anderen Ländern die zweite und dritte Säule des Pensionssystems einen maßgeblichen Beitrag zur Altersvorsorge leisten, spielen sie in Österreich (noch) eine untergeordnete Rolle. Eine WIFO-Studie im Auftrag des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs VVO ging der Frage nach, welche volkswirtschaftlichen Vorteile ein Pensionssystem bietet, das aus einem Umlageverfahren und einer kapitalgedeckten Altersvorsorge gemeinsam besteht.

In der Studie „Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines ausgewogenen Drei-Säulen-Modells für die Altersvorsorge“ untersuchte das WIFO im Auftrag des VVO unterschiedliche Modelle von Pensionssystemen. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch des VVO mit dem WIFO am 20. Oktober wurden die Ergebnisse präsentiert.

Altersvorsorge ist volkswirtschaftliche Zukunftsfrage

Während das österreichische Umlagesystem hohe Einkommensersatzraten bietet, so gibt es insbesondere bei der zweiten und dritten Säule des Pensionssystems Aufholbedarf. Ein Drei-Säulen-Modell sollte möglichst ausgewogen sein und aus staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge bestehen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Langfristige Kapitalbildung wird gefördert, Investitionen und Wirtschaftswachstum unterstützt. Und es stärkt sowohl die finanzielle Absicherung der Bevölkerung als auch die Volkswirtschaft. Ein Blick auf den internationalen Vergleich zeigt dabei, dass Österreich bei der kapitalgedeckten Vorsorge noch erhebliches Entwicklungspotenzial besitzt.

Für den VVO ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Die betriebliche und private Altersvorsorge müssen weiter gestärkt und langfristiger Kapitalaufbau für möglichst viele Menschen erleichtert werden.

Weitere Informationen: <Link zur Presseinformation>