Der Sommer steht für Erholung, Bewegung und Zeit im Freien. Doch genau diese Aktivitäten bergen auch Risiken: Allein in den Monaten Juni, Juli und August mussten im vergangenen Jahr rund 69.200 Menschen nach Freizeitunfällen im Krankenhaus behandelt werden. Besonders häufig passieren diese Unfälle beim Sport: Fast jede zweite Verletzung entsteht bei Aktivitäten wie Fußball, Wandern oder Mountainbiken.

Viele Menschen sind in ihrer Freizeit entspannter unterwegs, lassen weniger Vorsicht walten oder überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. Genau das erhöht das Unfallrisiko. Besonders in den Sommermonaten steigt die Aktivität im Freien stark an – und damit auch die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen.

Finanzielle Folgen werden oft unterschätzt

Ein zentraler Punkt wird häufig übersehen: Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeitsunfällen oder Unfällen in Ausbildung. Wer in der Freizeit verunglückt, muss viele Kosten selbst tragen. Gerade in den Bergen oder im Ausland kann ein Unfall organisatorisch zur Herausforderung werden und eine große finanzielle Belastung verursachen. Das betrifft insbesondere Bergungs- und Rettungseinsätze (z. B. Hubschrauber), Rücktransporte aus dem Ausland sowie langfristige finanzielle Folgen bei Invalidität.

Private Unfallversicherungen können hier eine wichtige Ergänzung darstellen, indem sie finanzielle Belastungen abfedern.

Hitze als zusätzlicher Risikofaktor

Neben klassischen Unfallursachen gewinnt ein weiterer Faktor zunehmend an Bedeutung: Hitze.

Die Zahl der Hitzetage über 30 Grad ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Hohe Temperaturen belasten den Körper erheblich und führen zu schnellerer Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder vermindertem Reaktionsvermögen.

Das erhöht unmittelbar das Unfallrisiko. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen – aber auch sportlich Aktive.

Selbst in den Bergen besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Intensive körperliche Belastung kann den Körper stark überhitzen – unabhängig von der Außentemperatur. Ohne geeignete Vorsichtsmaßnahmen kann das im Extremfall lebensbedrohlich werden.

Der Sommer soll vor allem eines bringen: Erholung und Freude an Bewegung. Damit das auch so bleibt, lohnt sich ein bewusster Blick auf mögliche Risiken. Mit der richtigen Vorbereitung, ausreichend Vorsicht und einem sensiblen Umgang mit Hitze lässt sich die Unfallgefahr deutlich reduzieren – für einen unbeschwerten Sommer.

Sommer: Zeit für Sport im Freien

Tipps für gesunden Sommersport

  • Gut vorbereitet starten
  • Passende Ausrüstung wählen
  • Aktivitäten realistisch einschätzen
  • körperliche Grenzen berücksichtigen
  • Ausreichend trinken
  • Kühlere Tageszeiten nutzen

Und: Warnsignale ernst nehmen! Bei Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit sofort pausieren, Schatten aufsuchen und ausreichend trinken, bei Verschlechterung rasch medizinische Hilfe holen

Weitere Informationen: Pressemitteilung vom 2. Juni 2026 https://www.vvo.at/presse-artikel/freizeitunfaelle/

Das sind die unfallträchtigsten Sportarten

Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit