Starkregen und Hochwasser stellen in Österreich ein wachsendes Risiko dar. Durch den Klimawandel treten Extremwetterereignisse häufiger und intensiver auf. Und sie betreffen längst nicht mehr nur klassische Hochwassergebiete. Besonders Starkregen kann nahezu überall auftreten und innerhalb kurzer Zeit Keller, Garagen oder Wohnräume überfluten.

Aktuelle Berechnungen auf Basis der Naturgefahrenplattform HORA 3.0 zeigen das Ausmaß der Herausforderung: Für rund 2,16 Millionen Wohngebäude in Österreich wurde das Hochwasserrisiko analysiert. Der durchschnittliche jährliche Hochwasserschaden liegt bei 240 bis 285 Millionen Euro. Bei einem extremen Ereignis könnte das Schadenpotenzial sogar bis zu 6,8 Milliarden Euro betragen.

Schon fünf Zentimeter reichen aus

Umso wichtiger ist Prävention. Die Modellrechnungen zeigen: Bereits eine Absicherung um 5 Zentimeter – etwa bei Eingängen, Lichtschächten oder anderen sensiblen Gebäudebereichen – könnte 86 Prozent der Gebäude vor Starkregenüberflutungen schützen. Bei Hochwasser könnten Schutzmaßnahmen bis 60 Zentimeter Höhe die jährlichen Schäden um rund 53 Prozent reduzieren.

Prävention wird immer wichtiger

Neben öffentlichen Schutzmaßnahmen gewinnen daher Eigenvorsorge und Risikobewusstsein weiter an Bedeutung. Oft sind es einfache bauliche Anpassungen, die im Ernstfall entscheidend sein können. Denn schon wenige Zentimeter können den Unterschied machen und enorme Schäden vermeiden.

Weitere Infos: Presseinformation 18.06.2026